Grußwort des Pfarrers

20060903_7nach der Kirchweihe

Liebe Gemeinde, liebe Leser,

es war ein großes Fest und ein ganz besonderer Tag als über 200 Menschen in die neue Kirche einzogen, um sie in den Dienst des Dreieinigen Gottes zu stellen. An diesem Tag standen die Türen der Kirche weit offen! Das soll auch so bleiben, denn die Bitte des Bischofs vor der Weihe unserer Kirche macht deutlich, dass hier immer wieder geschehen soll, was Sinn und Aufgabe der Kirche überhaupt ist: Menschen das rettende Wort Gottes zu verkündigen und die Sakramente zu feiern. Damit das möglichst vielen Menschen möglich ist, ist jede Mühe gerechtfertigt – auch die eines Kirchneubaus. Wir haben nun eine repräsentative und einladende Kirche mit wunderschönen und hellen Gemeinderäumen. Lasst es uns nutzen, indem wir immer wieder mit Freude und Dank Gottesdienst feiern „Gott loben, preisen und danken“. Gemeinde lebt vom Gottesdienst her – das ist die Mitte! Aber darüber hinaus gilt es Gehörtes und Erfahrenes miteinander zu vertiefen. Das kann im persönlichen Gespräch geschehen, in einem Predigtnachgespräch nach dem Gottesdienst, in unseren Bibelkreisen, im Jugendkreis und auch am Gemeindestammtisch.

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir dieses Miteinander weiter vertiefen und verstärken könnten. Christsein braucht Gemeinschaft und den Austausch untereinander. Gerade wir als Diasporagemeinde sind darauf angewiesen. Und als Lutherischer Bekenntniskirche steht es uns gut an, uns zunächst selbst um das „Verstehen“ der Heiligen Schrift und unserer Bekenntnisse zu bemühen.

Nur wenn diese Basis vorhanden ist, können wir andere einladen und die Türen unserer neuen Kirche auch für sie weit öffnen.

Es ist mein ganz persönlicher Wunsch, dass wir uns dazu immer mehr Mut machen und auch – gerne – neue Wege beschreiten. Lasst uns darüber reden, was wir uns zutrauen und was auch nicht?

Ein Einstieg soll ein Vortrag von mir am Erntedanksonntag nach dem gemeinsamen Mittagessen sein: „Einladende Gemeinde – Perspektiven und Ziele für die Zukunft.“

Pfarrer und Kirchenvorstand gehen dabei gerne voran, brauchen aber die Unterstützung und Hilfe vieler Gemeindeglieder. Christliche Gemeinde lebt von den verschiedenen Gaben, die uns geschenkt sind. Wo sie möglichst zahlreich eingesetzt werden, wird der Druck von denen genommen, die so Vieles machen müssen/können/wollen. So entsteht ein Reichtum an menschlicher Verschiedenheit, die Gemeinde interessant macht. Wenn dann immer wieder alle – in ihrer Verschiedenheit – am Sonntag miteinander die Mitte feiern, die uns eint, dann sind wir auf dem bestem Weg, dass Menschen auch bei uns „das rettende Wort Gottes hören, die Sakramente im wahren Glauben empfangen und Gott loben, preisen und danken.“

In diesem Sinne
Ihr/euer Pfarrer Frank-Christian Schmitt