Grußwort des Pfarrers

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Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung. Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, du König der Völker.  (Offb. 15, 3 – Monatsspruch Oktober 2022)

Liebe Gemeinde, liebe Leser,

vielleicht vergessen auch wir Christen manchmal in aller Sorge um die aktuelle weltpolitische und wirtschaftliche Lage, dass der eigentliche und absolute Herrscher dieser Welt GOTT ist! Die Offenbarung nennt ihn den „König der Völker“. Das passt sehr gut zum Ende des Kirchenjahres, an dem uns Christus als der große Weltenrichter vor Augen geführt wird, dem der himmlische Vater alles übergeben hat. Vor IHM müssen sich am Ende der Zeiten alle verantworten – auch die Herrscher dieser Welt und Zeit. Was mir persönlich am meisten Sorge macht, ist die immer größere Gottvergessenheit in vielen Bereichen unserer Gesellschaft. Von der „Zeitenwende“ wird da gesprochen! Aber welche Wende soll es denn ohne GOTT geben? Ist nicht ein großer Teil auch unserer herrschenden politischen Kaste völlig orientierungslos und dadurch zuweilen unberechenbar. Von GOTT heißt es in der Offenbarung seine Wege seien gerecht und zuverlässig. Ja, genau das braucht unsere Zeit: Mehr Gerechtigkeit und Zuverlässigkeit! Also mehr GOTT! Mehr Orientierung über den hektischen Zeitgeist, über Verdrossenheit und panische Angst. Mehr Ruhe und Gelassenheit, die der Glaube schenkt, weil er weiß, dass am Ende immer EINER über uns ist. Vor Jahren sprach der damalige Bundespräsident Roman Herzog von dem „Ruck“, der durch unsere Gesellschaft gehen müsse.  Solch ein „Ruck“ wäre nötig, damit sich wieder alle klar machen, was unsere Gesellschaft verbindet und unserem Zusammenleben immer Orientierung gegeben hat: Nämlich der christliche Glaube. „Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung“ und eben nicht unsere menschliche Hybris.

Möge ein „Ruck“ durch unser Land gehen – durch die oft so müden und mit sich selbst beschäftigten Kirchen – damit wieder GOTT die Ehre gebührt und wir Menschen uns unserer Verantwortung vor IHM stellen.

Ein segensreiches Ende des Kirchenjahres wünsch

Ihr/euer Pfarrer Frank-Christian Schmitt