Grußwort des Pfarrers

20060903_7ER ist erstanden, hat uns befreit; dafür sei Dank und Lob allezeit. Uns kann nicht schaden Sünd oder Tod, Christus versöhnt uns mit unserm Gott.

 

Liebe Gemeinde, liebe Leser,

nun gehen wir schon in das zweite Corona-Jahr und müssen weiterhin mit entsprechenden Einschränkungen – eben auch in der Kirche – leben. Aber, wir haben auch Grund dankbar zu sein, dass wir die Gottesdienste feiern können und dass sie so gut besucht sind. Ich möchte mich deshalb an dieser Stelle auch bei allen bedanken, die bisher dazu beigetragen haben, dass unsere Gottesdienste so würdig gefeiert werden konnten. Immer wieder höre ich großes Lob für die Gestaltung der Gottesdienste – trotz aller Einschränkungen. Das macht mir sehr viel Mut! Was wir selbst nicht ändern können, müssen wir mit Geduld ertragen. Geduld lernen wir alle zurzeit! Vielleicht auch eine gute Übung zur gerade begonnen Fastenzeit.

Was uns aber vor allem zur Hoffnung Anlass gibt, ist das, was Ziel jeder österlichen Vorbereitungs- und Passionszeit ist: Nämlich die Überwindung allen Leids durch die Auferstehung Jesu von den Toten. „Uns kann nicht schaden Sünd oder Tod“ heißt es in unserem Osterlied. Ja, so ist es! Was auch immer kommen mag, der Tod hat eben nicht das letzte Wort. Gott und das Leben hat in Jesus Christus gesiegt und „Christus versöhnt uns mit unserm Gott.“ Das kann uns auch keine Pandemie nehmen. Das bleibt! Deshalb ist es gut, wenn wir in diesen Tagen die Dankbarkeit nicht vergessen. Denn gerade, weil wir in einer gefallenen Welt leben mit allen Konsequenzen auch von Krankheit und Tod, war es doch so wichtig, dass Jesus Christus uns mit Gott durch sein Sterben am Kreuz versöhnt hat. Eine trostreichere Botschaft gibt es nicht. Die Christenheit – wir alle dürfen nicht vergessen, die Welt und alle Menschen guten Willens daran zu erinnern.

In diesen Tagen verabschieden sich wieder viele Menschen in unserem Land von der Kirche, weil sie enttäuscht sind von ihren moralischen Verfehlungen und sie für unglaubwürdig befinden. Ich kann es ihnen gar nicht verübeln. Doch Kirche geht auch anders! Das hat uns schon Martin Luther klarmachen wollen: ER selbst – Christus, der auferstandene HERR, soll und muss in der Kirche das Sagen haben, denn ER allein hat uns befreit! Lasst uns das in unserer Gemeinde gemeinsam leben und feiern.

In herzlicher Verbundenheit

Ihr/euer Pfarrer Frank-Christian Schmitt