Grußwort des Pfarrers

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Sehet, was hat Gott gegeben: seinen Sohn zum ewgen Leben. (ELKG 29, 3)

Liebe Gemeinde, liebe Leser,

mit dem aktuellen Titelbild unseres Gemeindebriefs möchte ich gerne einmal meinen sonntäglichen Blick auf dem Altar mit Ihnen/euch teilen: Es ist das weihnachtlich geschmückte sog. „Zelebrationskreuz“, das auf unserem Altar liegt und den amtierenden Pfarrer (Zelebranten) daran erinnert in wessen Namen er spricht und handelt. Ein solches Kreuz ist auf dem Altar üblich, wenn der Pfarrer hinter dem Altar steht und der Gemeinde zugewandt amtiert. Unser Kunstschmied Matthias Larasser-Bergmeister hat dieses Kreuz ganz im Einklang mit den anderen Bronzearbeiten (Altarkreuz, Osterkerzenständer, Taufschale und Amboaufsatz) geschaffen. Das ausgeschnittene Corpus erinnert an den Christus auf unserem „alten“ Altarkreuz, das nun in der Sakristei steht. Ich schaue gerne auf dieses Kreuz und gerade jetzt am Ende des Kirchenjahres und der bevorstehenden Advents- und Weihnachtszeit erinnert es mich an die 3. Strophe des Weihnachtschorals „Kommt und lasst und Christus ehren“ (ELKG 29) von Paul Gerhardt: „Sehet, was hat Gott gegeben: seinen Sohn zum ewgen Leben!“ Der in der Krippe liegende Heiland der Welt und der Schmerzensmann am Kreuz gehen in diesem Zelebrationskreuz eine bemerkenswerte Symbiose ein. Beides gehört ja zusammen und lässt sich nicht trennen. Menschliche Hingabe und göttliche Liebe – kindliche Hilflosigkeit und göttliche Macht. Menschwerdung Gottes in Jesus Christus bleibt eine Provokation für den Verstand und die Erlösung am Kreuz ein Geheimnis der göttlichen Liebe. Das bevorstehende Weihnachtsfest ist nur der Beginn dieses göttlichen Heilsplans auf dieser Welt. Eine Welt, die sich nach Erlösung und Rettung sehnt. Uns wird das in diesem Jahr bewusster denn je. Wir wissen zurzeit noch nicht, wie wir Weihnachten feiern können. Mit welchen Folgen der Corona-Pandemie haben wir noch zu rechnen? Vorsicht und Umsicht sind geboten und die Gelassenheit des Glaubens hilft uns weiterzusehen. Aufzusehen – zu IHM, unserem Herrn Jesus Christus, zu sehen: „Sehet, was hat Gott gegeben: seinen Sohn zum ewgen Leben.“  Darauf dürfen wir uns verlassen – das feiern wir auch in diesem Jahr an Weihnachten – gerade bei allem, was kommen mag!

Ein gesegnetes Weihnachtsfest sowie viel Zuversicht für das neue Jahr wünscht

Ihr/euer Pfarrer Frank-Christian Schmitt